Aspirate GmbH: Partner, Payment und Abzocke
Chef der Apirate GmbH fordert Gegendarstellung
03. November 2008
Kurz vor dem Wochenede ist bei der Redaktion wieder ein Fax angekommen, in dem wir aufgefordert werden, eine Gegendarstellung zu veröffentlichen. Dieses Mal ist das Fax von Christian Lakits als Geschäftsführer der aspirate GmbH unterzeichnet. Dieses Ansinnen von Christian Lakits weisen wir zurück und teilen mit, dass wir der Forderung nicht nachkommen werden. Wir berufen uns dabei auf den § 14 Abs. 2 des MDStV (Staatsvertrags über Mediendienste).
(2) Eine Verpflichtung zur Aufnahme der Gegendarstellung gemäß Absatz 1 besteht nicht, wenn
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Dazu bezieht die Redaktion wie folgt Stellung:
Die Forderung von Christian Lakits geht laut Fax zurück auf unseren Beitrag vom 26. September 2008 mit der Überschrift Aspirate verstärkt den Druck auf Opfer der Abzocke. Die meisten der beanstandeten Punkte haben aber mit dem Artikel nichts zu tun. Stattdessen gehen diese weit über den betreffenden Beitrag hinaus und beziehen sich zum Teil auf einen Bericht aus dem letzten Jahr. Daraus ergibt sich zum einen, dass der Umfang der Gegendarstellung unangemessen ist und darüber hinaus nicht unverzüglich erfolgt ist.
Es ist auch wenig hilfreich Herr Christian Lakits, wenn Sie dann noch angemerken, dass die Webseiten in der Zwischenzeit überarbeitet wurden und die screenshots nicht mehr aktuell sind. Im Gegenteil. Das ist peinlich. Aber auch so etwas Peinliches kann noch überboten werden. In einem Punkt werden wir darauf hingewiesen:
Wahr ist, dass Herr Alexander Scharafin am 02.11.2007 aus der aspirate GmbH ausgeschieden ist. |
Etwas anderes haben wir auch nie behauptet. Vielleicht lesen Sie, Herr Lakits, die entsprechende Passage des Beitrags noch einmal aufmerksam durch.
Nach Durchsicht der geforderten Punkte drängt sich uns der Verdacht auf, dass es nicht allein um eine Gegendarstellung geht. Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass hier der Versuch unternommen werden soll, in die Pressefreiheit einzugreifen um eine unabhängige und kritische Berichterstattung zu verhindern.
Trotzdem bedanken wir uns für die zum Teil auch erheiternden Ausführungen. Zumindest auf einen Zahlendreher haben Sie uns hingewiesen, den wir selbstverständlich sofort korrigiert haben.
Gegendarstellung
28. Oktober 2008
Gestern hat die Redaktion ein Fax von der Firma munichx media oHg erhalten. Darin fordert Philipp Drabinski die Veröffentlichung einer Gegendarstellung zu seiner Person. Diesem Anliegen kommen wir an dieser Stelle nach.
GegendarstellungDer Bericht vom 26.September 2008 "Anti-Abzocke - Infos gegen Abzocke und Betrügerische Machenschaften - Aspirate GmbH: Partner, Payment und Abzocke" mit der Überschrift "Aspirate verstärkt den Druck auf Opfer der Abzocke" (vgl. http://www.antiabzocke.net/pirata.php, http://fair-ebiz.org/pirata.php und http://antiabzocke.info/pirata.php) enthält unrichtige Behauptungen zu meiner Person, die ich wie folgt richtig stelle: Unwahr ist die Behauptung, dass Mahnungen der Firma aspirate GmbH von mir unterschrieben werden. In Wahrheit werden Mahnungen der aspirate GmbH per Email oder Brief versendet. Von mir werden lediglich schriftliche Auskunftssgesuche der Polizei und Schriftwechsel mit Rechtsanwälten sowie Kunden unterzeichnet. Unwahr ist die Behauptung "dass es sich bei den Firmen wohl um mehr als nur eine Bürogemeinschaft handelt". In Wahrheit bin ich als Selbstständiger für unterschiedliche Firmen tätig. Ferner wird falsch behauptet, ich sei beim Jungen Forum der Gesellschaft für Außenpolitik politisch engagiert und strebe eine politische Karriere an. In Wahrheit ist die Gesellschaft für Außenpolitik ein überparteilicher - also unpolitischer - und gemeinnützig anerkannter Verein. Außerdem strebe ich keine politische Karriere an. Schließlich unterstellen Sie mir "unseriöses Geschäftsgebaren und Abzocke". Durch den Titel der Webseite "Informationsportal gegen Abzocke und betrügerische Machenschaften" wird zusaätzlich der Eindruck erweckt, ich sei ein "Abzocker" und in "betrügerische Machenschaften" verwickelt. In Wahrheit halte ich mich an die Vorschriften der allgemeinen Gesetze und die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der persönlichen Ehre. Ich bin weder wegen Betrugs noch eines ähnlichen Delikts verurteilt. Außerdem besteht kein laufendes oder eingestelltes Gerichtsverfahren wegen Betrugs oder eines ähnlichen Delikts gegen meine Person. Philipp Drabinski |
Nach § 14 Abs. 1 des Staatsvertrags über Mediendienste - MDStV – ist die Veröffentlichung einer Gegendarstellung vorgeschrieben.
Jeder Diensteanbieter von Angeboten nach §10 Abs.3 ist verpflichtet, unverzüglich eine Gegendarstellung der Person oder Stelle, die durch eine in seinem Angebot aufgestellte Tatsachenbehauptung betroffen ist, ohne Kosten für den Betroffenen in sein Angebot ohne Abrufentgelt aufzunehmen. Die Gegendarstellung ist ohne Einschaltungen und Weglassungen in gleicher Aufmachung wie die Tatsachenbehauptung anzubieten. |
In § 14 Abs. 1 Satz 4 MDStV heißt es weiter:
Eine Erwiderung auf die Gegendarstellung muß sich auf tatsächliche Angaben beschränken und darf nicht unmittelbar mit der Gegendarstellung verknüpft werden. |
Aus diesem Grund ersparen wir uns an dieser Stelle eine Erwiderung und lassen die Gegendarstellung für sich sprechen.
Aspirate verstärkt den Druck auf Opfer der Abzocke
26. September 2008 von Sou Fleur
In den letzten Tagen haben wir zu der Firma Aspirate GmbH, die den Abzockdienst sharelite.de betreibt, ungewöhnlich viele Anfragen und Hinweise erhalten. Häufig wird darin mitgeteilt, dass man sich auf dem Portal entweder nicht angemeldet hat, die Anmeldung nicht abgeschlossen hat oder die Seite überhaupt nicht kennt. Nachfolgend ein paar Beispiele:
..... email von den Herren aspirate bekommen nachdem ich mich bei sharelite angemeldet habe. Die Dienste von denen habe ich NICHT benutzt (habe mich mit dem erhaltenen Registrierungscode NICHT eingeloggt, da mir bei genauerem Durchlesen der AGB klar wurde, dass es kostenpflichtig ist) ... |
... eine Rechnung von der aspirate GmbH über 96,00Euro erhalten für die
Nutzung von Programmen Anleitungen usw. an die ich mich nicht erinnern kann. |
Heute habe ich eine Rechnung von Sharelite bekommen. Bei der überprüfung meiner Mails habe ich tatsächlich zwei Mails vom 3.9. von Sharelite gefunden. Ich bin jedoch ganz sicher, dass ich die Anmeldebestätigung nicht aktiviert habe und noch weniger irgendein Login getätigt um irgendwelche Dienste in Anspruch zu nehmen. |
Ich habe soeben eine rechnung von oben genannter firma bekommen. |
Hier drängt sich der Verdacht auf, dass die Anmeldungen nicht, wie allgemein üblich, im sogenannten Double-Opt-In-Verfahren durchgeführt werden. Anscheinend werden die Daten schon während der Eingabe gespeichert und weiterverwertet. Anders kann man die Erfahrungsberichte der betroffenen User nicht deuten. Trotzdem werden die Betroffenen dann mit Rechnungen und Mahnungen konfrontiert. Um von Anfang an einen hohen Druck auf die Opfer auszuüben, droht bereits in den ersten emails "freundlich" der kleine Hammer mit Strafanzeigen.
Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben sich am XX.XX.2008 auf der Internetseite http://www.sharelite.de/ Mit freundlichem Gruß, |
Interessant wird es aber bei Zuständigkeit von Mahnungen, denn die werden von einer anderen Person unterschrieben.
Rein informativ möchte ich mitteilen, dass die Mahnungen Herr Philipp Drabinski unterschrieb. |
Das ist insofern erwähnenswert, weil Herr Philipp Drabinski ansonsten noch bei der Firma Munichx-Media oHG tätig ist, wie man der Firmenwebseite unter Kontakt entnehmen kann.

Wir hatten zuvor schon den Verdacht geäußert, dass es sich bei den Firmen wohl um mehr als nur eine Bürogemeinschaft handelt. Das bestätigt sich nun ein weiteres Mal, denn auch Philipp Drabinski betreibt mit Phydra.net noch ein eigenes Portal an der gleichen Adresse.

Verwundert sind wir aber über die Ziele des Herrn Drabinski. Da er sich beim Jungen Forum der Gesellschaft für Außenpolitik politisch engagiert, stellt sich uns die Frage, ob unseriöses Geschäftsgebaren und Abzocke die Voraussetzungen für eine erfolgreiche politische Karriere sind.
Den betroffenen Opfern dieser Abzockmasche können wir nur empfehlen nichts zu zahlen. Ein rechtskräftiger Vertrag wird kaum zustande gekommen sein. Das ergibt sich bereits aus dem Textfeld, welches sich neben dem Anmeldeformular befindet.

Besonders die Formulierung, dass sich die Testzeit nach Ablauf des Anmeldetages zu einem kostenpflichtigen Abo mit einer zweijährigen Laufzeit wandelt, ist rechtlich nicht zulässig. Dafür wurden die Brüder Schmidtlein von der Verbraucherzentrale Sachsen auch schon mal auf Unterlassung verklagt. In der Begründung heisst es dazu:
Das Gericht gab mit Urteil vom 22.11.2007 (n.rk.) der Verbraucherzentrale Sachsen recht und verurteilte die Gebrüder Schmidtlein, es künftig zu unterlassen, auf der Internetseite www.P2P-heute.com mit folgendem Text zu werben: „Ihre Testzeit verlängert sich nach Ablauf des Anmeldetages (ab 24.00 Uhr) zu einem Abo zum Preis von 7,00 Euro incl. MWSt. monatlich bei einer Laufzeit von 24 Monaten mit einer halbjährlichen Abrechnung im Voraus“. Das Gericht rügte diesen Hinweis als unzulässig, weil der Nutzer hier nicht in unmittelbarem räumlichem Zusammenhang darauf hingewiesen werde, wie er die Veränderung der Testzeit in ein kostenpflichtiges Abo hätte verhindern können. |
Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen
Bekannt ist auch ein entsprechendes Urteil aus Wien.
Zahlen Sie nicht!
Bleiben Sie stur!
Lassen Sie sich nicht von Inkasso- oder Anwaltsbriefen unter Druck setzen!
Eine weitere Firma im Geflecht der Apirate: Securenet Pro LTD & Co KG
16. Juli 2008 von Sou Fleur
Das bereits vorhandene Firmengeflecht um die Aspirate GmbH wurde in der letzten Zeit um weitere Unternehmen bereichert. Die Firma Securenet Pro LTD & Co KG und deren Geschäftsführer Steffen Dietz und Florian Porkert sowie die Firma DeNetCom Media, deren Geschäftsführer ebenfalls Florian Porkert ist, sind als Domaininhaber und/oder Admin-C für die folgenden Domains verantwortlich:
- sharelite.de
- 7zip-download.de
- mediaplayer.de.com
- player-gratis.com - z.Z. noch ohne Inhalte
Die Hauptseite ist sharelite.de und nach den AGB der Securenet Pro Ltd. wird ein Vertrag mit der Aspirate GmbH abgeschlossen.

Laut Impressum ist die Firma Aspirate GmbH für die Abzocke verantwortlich.

Wer auf die genannten Seiten hereinfällt, hat dann ein Abonnement an der Backe, welches Kosten in Höhe von 8,- Euro pro Monat verursacht. Bei der Laufzeit von zwei Jahren liegen die Gesamtkosten bei 192,- Euro.
Aber selbst wenn man die Anmeldung nicht abschliesst, wird man wohl unberechtigterweise mit Rechnungen und Mahnungen belästigt, wie uns ein Betroffener schildert.
..... email von den Herren aspirate bekommen nachdem ich mich bei sharelite angemeldet habe. Die Dienste von denen habe ich NICHT benutzt (habe mich mit dem erhaltenen Registrierungscode NICHT eingeloggt, da mir bei genauerem Durchlesen der AGB klar wurde, dass es kostenpflichtig ist) |
15. April 2008 von Sou Fleur
Die Abschaltung der von der Firma GFT-Medien & Partner betriebenen Abzockseiten vornamen-online.com und 6000vornamen.de war wohl nur vorübergehend. Inzwischen sind diese Domains jedenfalls wieder online. Von der Domain sudokutraining.de wird derzeit weitergeleitet auf 6000vornamen.de. Beim Öffnen der Seite ploppen gleichzeitig Pop-Ups von Sponsorads auf. Diese zeigen selbstverständlich wiederum Werbung für weitere Abzockseiten.
18. März 2008 von Sou Fleur
Anscheinend wurden von der Firma GFT-Medien & Partner deren Abzockseiten vom Netz genommen.
Die Domains vornamen-online.com und 6000vornamen.de sind derzeit jedenfalls nicht zu erreichen.
19. Dezember 2007 von Jean La Fitte
1. Aspirate GmbH
Die Firma Aspirate GmbH wurde im November 2006 von Alexander Scharafin gegründet und im Handelsregister eingetragen.
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Die Aspirate GmbH ist im Bereich Payment aktiv ist und deshalb wohl einigen Usern bereits bekannt. Neben kostenpflichtigen Diensten ist die Aspirate GmbH aber auch für Abzockseiten zuständig, da sie für deren vertragsgemäße Erfüllung in den jeweiligen Impressen angegeben wird. So wie dies beispielsweise in den Kundeninformationen der Domain vornamen-finden.com (siehe screenshot) enthalten ist.

Seltsamerweise wird in den AGB diverser Seiten immer noch Alexander Scharafin als Geschäftsführer der Aspirate GmbH genannt. Laut Auszug aus dem Handelsregister vom 07.11.2007 ist er aber bereits am 2. Nov. 2007 dort ausgeschieden.
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Aber bevor Alexander Scharafin als GF bei der Aspirate GmbH ausgeschieden ist, wurde noch die Abzockseite 120gratissms.de vorangetrieben und aktiviert.

Auch als Domaininhaber ist die Aspirate GmbH für die Domain eingetragen. Für den Abschluss eines Vertrages ist die Aspirate GmbH ebenfalls als Vertragspartner verantwortlich, wie in den AGB von 120gratissms.de zu lesen ist.

Die Seite heisst zwar gratissms und wird auch mit beworben mit "Gratis SMS versenden", aber GRATIS heist in diesem Fall für die Opfer, dass Gesamtkosten in Höhe von 230,40 Euro entstehen. Dies ist, wie selbstverständlich bei Abofallen, nicht sofort zu erkennen. Der Preis ist zwar schon auf der Startseite zu lesen, aber nur im Kleinstgedruckten. (siehe screenshot)

Die Aspirate GmbH ist aber im Bereich Payment auch für weitere Kunden aktiv. Zu den Projekten und Kunden, die von der Aspirate GmbH betreut werden, gehör(t)en u.a. auch:
- 150freesms.de - Cynamics GmbH (GF: Christian Schönfeld)
- usepirat.de von der Firma Netconsortium
- deinemusik.net - GfT Medien & Partner (GF: Alexander P. Scharafin)
Für den Bereich Payment hat die Aspirate GmbH mit Romy Hofmann eine "Junior KeyAccount Managerin" eingestellt, die sich in dem Metier bestens auskennt. Romy Hofmann war vorher bei einer Firma beschäftigt, die auch durch unseriöses Geschäftsgebaren aufgefallen ist. Darüber kann man noch eine Menge bei google finden.
In einem anderen Profil teilte Romy Hofmann alias Sweetgirlmuc etwas über ihre Gefühlslage mit. Offensichtlich ist ihre Stimmung: angepisst. Kein Wunder, denn uns teilt Frau Hofmann mit, sie würde von Kunden bedroht werden. Das kann eigentlich nur zwei Gründe haben. Entweder handelt es sich um "faule Kunden" von denen man sich lieber trennen sollte. Je schneller, desto besser. Die andere Möglichkeit wäre ein selbstgemachtes Problem. Vielleicht sollte Frau Hofmann erst einmal ihr eigenes Handeln überdenken und von ihrem dubiosen Geschäftsgebaren Abstand nehmen. Unser Beitrag ist bestimmt nicht die Ursache für die Reaktionen der Kunden.




